Stimmungsvoll in den Advent

…ging es beim Bläserkonzert des Musikvereins am 1. Dezember in der Kirche St. Mauritius Rülzheim. Nach dem Einzug der Musikerjugend in die voll besetzte und festlich ausgeleuchtete Kirche erklangen die ersten Töne zur Überraschung der Besucher von der Empore. Zur Begrüßung hörten sie eine barocke Turmmusik.

Nach der Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden Peter Baumann war nun die Musikerjugend an der Reihe. Mit Titeln wie „I will follow him“ und „Hail Holy Queen“ aus dem Film „Sister Act“ sowie einem Jazz-Arrangement von „Jingle Bells“ präsentierte sich der Musikernachwuchs unter der Leitung von Katja Messemer. Nach einer kurzen Umbaupause, die Moderator Michael Gadinger gut zu überbrücken wusste, zogen die rund 50 Musikerinnen und Musiker des Orchesters in die Kirche ein.

Mit „Cassiopeia“ machte sich das Orchester auf die Reise durch die griechische Mythologie. Das gekonnt vorgetragene Wechselspiel der Klangfarben und der Artikulation sorgte für ein einmaliges symphonisches Klangerlebnis. Die Anmut und Schönheit Cassiopeias wurde solistisch brillant vorgetragen durch Jasmin Angl am Sopran-Saxophon.

Metallica in der Kirche? Das Klarinettenensemble interpretierte den Liedtext von „Nothing Else Matters“, in dem es um gemeinsames Vertrauen und Liebe geht, auf eindrucksvolle Art und Weise. Das Arrangement stammt aus der Feder unseres Klarinettisten Tobias Traub, der seine Musikerinnen Manuela Gadinger, Leonie Grießbaum, Juliane Höckels-Messemer, Agnes Kemper und Stefanie Wagner zu einem tollen Ensemble zusammengeführt hat.

„Näher mein Gott zu Dir“, ein christlicher Choral aus dem 19. Jahrhundert, wurde mit einer Bearbeitung der Bläserformation Canadian Brass auf eine völlig neue Art und Weise gespielt. Dem ruhigen besinnlichen choralartigen Anfang folgte ein Dixi-Swing-Arrangement. Solistisch gekonnt verbunden wurden die einzelnen Melodieabschnitte durch Jakob Lerch am Schlagzeug, Samuel Heid und Joachim Völkel an der Trompete, Philipp Menesklou am Alt-Saxophon und Georg Kaufhold an der Posaune.

Unter dem Titel „Arietta“ wurde die Arie Nr. 12 aus der Oper „Die Hochzeit des Figaro“ in einer wunderschönen Fassung für Blasorchester vorgetragen. Mathias Dreyer verstand es als Solist am Tenorhorn, durch seinen unverwechselbaren Klang, die gefühlvolle Arie zu interpretieren.

Ein weiterer solistischer Höhepunkt gelang den Akteuren mit „Gabriellas Sång“. Es ist das Lied von Gabriella, die sich mit diesem berührenden und kraftvollen Lied über Freiheit, Selbstbestimmung und Lebensglück frei singt. Sängerin Joselin Braun, in der Rolle der Gabriella, gelang es, das Publikum mit einem Gänsehautfeeling zu verzaubern – eine gelungene Symbiose von Blasorchester und Gesang – Danke dafür!

Mit „Hänsel und Gretel“ folgte eines der anspruchsvollsten Stücke dieses Konzertabends. Das Wechselspiel zwischen kindlicher Neugierde und Fröhlichkeit aber auch deren Angst und die finsteren Machenschaften der Hexe wurden vom Orchester unter der Leitung ihres Dirigenten Jörg Weber zu einem eindrucksvollen musikalischen Klangerlebnis.

Das traditionelle Weihnachtslied „Still, still, still“ wurde von Jasmin Angl, Leon Birk, Johannes Lensing, Jürgen Lutzke und Philipp Menesklou in einem Arrangement für fünf Saxophone dargeboten. Das Quintett verstand es, durch gefühlvolle Intonation und exakte Rhythmik, die für Saxophone typische Klangfarben herauszuarbeiten.

Vor dem letzten Stück gab es Worte des Dankes an die Dirigenten, die über Monate die Musiker zu Höchstleistungen anspornten.

Danach holten die Musikerinnen und Musiker zur Erheiterung aller Besucher ihre Weihnachtsmützen hervor und läuteten mit „A Christmas Festival“ die Weihnachtszeit ein. Den Zuhörern wurde mit diesem Stück ein bunter Strauß an klassischen und amerikanischen sowie besinnlichen, aber auch mitreisenden Weisen dargeboten. Das Publikum honorierte die hervorragende musikalische Leistung des Orchesters und das sehr abwechslungsreiche und ansprechende Programm mit langanhaltendem Applaus und stehenden Ovationen. Der vom Publikum geforderten Zugabe wurde gerne nachgekommen. Die Jugendmusiker kamen mit auf die Bühne und so wurde zum großen Finale das Stück „O du fröhliche“ gespielt, während das Publikum dazu sang.

Wir bedanken uns bei der katholischen Kirchengemeinde und Herrn Pfarrer Kolb für Möglichkeit dieses Konzert in der Kirche spielen zu dürfen.

Außerdem danken wir unseren Sponsoren und den Helfern hinter den Kulissen, die zum Gelingen des Konzerts beigetragen haben, u.a. bei Adrian Rüdiger für die Licht- und Tontechnik. Unser Dank geht an Michael Gadinger für die tolle Moderation des Abends.

Ganz herzlich danken wir unserer Sängerin Joselin Braun für die gesangliche Bereicherung.

Ein besonderer Dank gilt allen Musikerinnen und Musikern, aber insbesondere auch den Ensembleleitern und unseren Dirigenten, die uns in vielen Proben zur Bestleistung geführt haben.

Wir hoffen, dass wir unseren Besuchern einen unvergesslichen Konzertabend bereiten und sie auf die Adventszeit einstimmen konnten.

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